Das Wort klingt nach Schnitt, und trotzdem kommt beim Trimmen keine Schere zum Einsatz. Das Haar wird herausgezogen, mit den Fingern oder einem kleinen Trimmmesser. Wer das zum ersten Mal hört, zuckt meist zusammen. Verständlich, aber unnötig.
Um das zu verstehen, muss man sich anschauen, wie drahtiges Fell funktioniert. Das harte Haar vieler Terrier wächst, erreicht seine volle Länge und stirbt dann ab. Es ist also schon tot, wenn es getrimmt wird, und sitzt nur noch locker in der Haut. Fachgerecht gemacht, tut das nicht weh. Manche Hunde dösen dabei sogar ein, besonders wenn sie es als Welpen kennengelernt haben.
Warum nicht einfach schneiden? Weil es ein anderes Ergebnis bringt. Die Schere kürzt das Haar, aber das tote Haar bleibt in der Haut stecken. Trimmen schafft Platz für das neue Haar und folgt dem Rhythmus, den das Fell ohnehin hat.
Das heisst nicht, dass Schneiden schlecht wäre. Es gibt viele Hunde, deren Haar ständig weiterwächst und die ohne Schere bald an Beinen und Bauch verfilzen würden oder vor lauter Haaren nichts mehr sehen. Für sie ist der Schnitt genau das Richtige. Beides hat seinen Platz, nur eben nicht beim selben Fell.
Spannend wird es bei Mischlingen, die oft von allem etwas haben. Hier hilft keine Rasseliste. Man muss das Fell anfassen, und das sagt meist mehr als jeder Stammbaum.