Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Trotzdem gibt es einen brauchbaren Richtwert. Viele Hunde kommen mit einem Rhythmus von sechs bis acht Wochen gut zurecht. Spannender ist die Frage, warum das bei Ihrem Hund anders sein könnte.
Der wichtigste Faktor ist das Fell. Hunde, deren Haar ständig wächst, brauchen den Besuch am dringendsten, weil das Fell ohne Schnitt an Beinen und Bauch verfilzt und um die Augen die Sicht behindern kann. Bei langem, seidigem Fell braucht es zu Hause tägliches Bürsten. Ein glattes, kurzes Fell ist viel genügsamer: Einmal Bürsten pro Woche reicht laut ASPCA.
Dazu kommt das Leben, das Ihr Hund führt. Wer oft in den Bach springt, durchs Gebüsch streift oder im Schnee tobt, sammelt mehr im Fell als ein Sofahund. Hunde mit viel Auslauf auf hartem Boden schleifen ihre Krallen ausserdem selbst etwas ab.
Auch die Jahreszeit spielt mit. Im Frühling, wenn viele Hunde ihr Winterfell abwerfen, sitzt mehr lose Wolle im Fell als sonst.
Am verlässlichsten ist am Ende ein Blick auf den Hund selbst. Klicken die Krallen auf dem Boden? Bleibt der Kamm im Fell hängen? Hängen ihm die Haare in die Augen? Dann ist es Zeit, ganz egal, was im Kalender steht.
Ein zu langer Abstand kostet meist mehr, als er spart. Wer erst kommt, wenn alles verfilzt ist, macht es dem Hund schwer, denn dann dauert die Pflege länger, und oft bleibt nur noch ein kurzer Schnitt.